Kopfschmerzen

Wenn der Schädel brummt

Von Sarah Schroth · 2016

Kopfschmerz kann viele Ursachen haben. Er gehört zum Schnupfen genauso wie zur Hirnblutung. Zum Glück ist ein Großteil der über 200 Arten von Kopfschmerzen harmlos. In den meisten Fällen handelt es sich um leichte Migräne oder Spannungskopfschmerzen, die zwar belastend sind, aber das Leben nicht akut gefährden. Doch ab wann wird es gefährlich? Was sind die wichtigsten Warnzeichen?

Die allerhäufigste Form von Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen. Sie sind schwach bis mittelstark ausgeprägt und werden als dumpfes Druckgefühl im Kopf beschrieben. Wie die Migräne, der Clusterkopfschmerz oder die Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankung, zählt der Spannungskopfschmerz zu den primären Kopfschmerzen: Hier ist der Schmerz selbst die Erkrankung. Sind die Schmerzen Symptom einer anderen Grunderkrankung, nennt man sie sekundäre Kopfschmerzen. Auch diese können harmloser Natur sein, zum Beispiel als Folge von Infekten im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Aber sie können auch ein Warnsignal für eine schwere Erkrankung sein. 

Ungewöhnliche Schmerzattacken ernst nehmen

Fährt der Schmerz ein, wie ein Donnerschlag und ist er extrem intensiv, ist dies eine absolute Notfallsituation, da von einer Blutung im Gehirn oder in die Hirnhäute ausgegangen werden muss. Etwas weniger akute, aber genauso schwerwiegende Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen sind Hirntumoren, Infektionen des Gehirnes und der Hirnhäute sowie Schädel-Hirn-Traumen. Bei einer Gehirnerschütterung können die Schmerzen auch einige Zeit nach dem Trauma beginnen, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Als Faustregel gilt: Treten Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache auf, verändert sich der Schmerzcharakter oder halten sie lange an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Treten sie von einer Sekunde auf die andere als „Donnerschlagkopfschmerz“ auf, sollte dies notfallmäßig geschehen. Bildgebung und neurologische Untersuchung führen zur Diagnose und Therapie. 

Vorsicht bei der Einnahme von Schmerzmitteln 

In der Regel lassen sich leichte Kopfschmerzen mit Entspannungsübungen, genügend Flüssigkeitszufuhr, regelmäßigen Mahlzeiten und einem geregelten Schlafrhythmus in den Griff bekommen. Die kurzfristige Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln ist in der Regel unbedenklich. Von einer langfristigen Einnahme ist abzuraten, denn die Medikamente können nicht nur ein ernstes Problem verschleiern, sondern zu einem empfindlicher reagierenden zentralen Nervensystem führen. Die Schmerzschwelle sinkt und die Schmerzfilter lassen sämtliche Reize passieren. Die Folge ist ein Teufelskreis, da mehr Schmerzmittel mehr Kopfschmerzen verursachen. Das Resultat sind schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen, eine besonders hartnäckige Kopfschmerz-Variante, deren Behandlung langwierig ist.

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