Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Lunge

Grashalme statt Glimmstängel

Von Sarah Schroth · 2020

Die Natur leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit. Das ist schon lange bekannt. Eine neue Studie hat herausgefunden, dass grüner Lebensraum sich auch positiv auf unser Gesundheitsverhalten auswirkt und dadurch das Risiko für nikotinassoziierte Lungenerkrankungen sich reduziert.

Verbildlichung einer Lunge bevor und nachdem aufgehört wurde zu rauchen.
Foto: iStock/ Mariia Kokorina

Rauchen ist die Nummer eins unter den gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen. Da sind sich Experten einig. Durch das Einatmen von Tabakrauch werden im Körper zahlreiche schädliche Prozesse in Gang gesetzt. Die Folgen gehen von chronischen Entzündungen der Lunge bis hin zu bösartigen und schwer zu behandelnden Formen von Lungenkrebs. Zudem macht Rauchen die Lunge anfälliger für Infektionen, was gerade in Corona-Zeiten bedenklich ist. Was kann man tun, um die Lunge in ihrer Gesundheit zu unterstützen?

Lunge mag Land

In Zusammenarbeit mit der Uni Wien haben Forscher aus Großbritannien 8.000 Erwachsene zu ihren Rauchgewohnheiten befragt. Dabei stellte sich heraus, dass Menschen, die in Gegenden mit viel Grünfläche leben, seltener zum Glimmstängel greifen als jene, die in naturärmeren Regionen leben. Doch nicht nur das: Mit dem Blick ins Grüne schaffen Menschen, die der Zigarette seit vielen Jahren hörig sind, deutlich häufiger den Ausstieg. Laut Sabine Pahl, Co-Autorin und Spezialistin für Stadt- und Entwicklungspsychologie, konnte gezeigt werden, dass „ein höherer Grünflächenanteil auch mit einer Verringerung ungesunder Lebensweisen verbunden ist.“ Die Hoffnung der Forscher ist, dadurch einen Anreiz zu schaffen, den Zugang zu Grünflächen in Städten auszubauen.

Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Lunge: Stärkendes Training

Aber auch wenn man die Stadtwohnung nicht gegen ein Haus auf dem Land austauschen kann oder möchte, gibt es einige präventive Maßnahmen, über die sich die Lunge freut. So führen regelmäßige Bewegung und ein gezieltes Muskeltraining dazu, dass das lebenswichtige Organ effizienter arbeiten kann. Ausdauertraining, wie zum Beispiel Nordic Walking, stärkt das Immunsystem, reduziert Atemnot und verbessert das allgemeine Wohlbefinden. Das Trainieren der Atemhilfsmuskulatur – also dem Zwerchfell, der Zwischenrippenmuskeln und Muskeln in Hals, Rücken und Bauch – sorgt für eine ruhigere und tiefere Atmung. Nicht zuletzt spielt auch der Schutz vor Infektionen eine wichtige Rolle. Neben den empfohlenen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln gehört die Grippeimpfung sowie Impfung gegen Atemwegserkrankungen wie Keuchhusten zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Lunge.

Quelle: Statista Global Consumer Survey, 2020, 786 Befragte; 18 bis 64 Jahre; Befragte, die regelmäßig Zigaretten rauchen

Wussten Sie schon, dass ...

… auch die Ernährung Einfluss auf Ihre Lungenfunktion hat?

Laut einer Studie aus dem „European Respiratory Journal“ verlangsamen mehr als zwei Tomaten oder drei Portionen frisches Obst, bevorzugt Äpfel und Bananen, am Tag den Abbau der Lungenfunktion. Dafür verantwortlich sollen bestimmte Inhaltsstoffe der Lebensmittel wie Flavonoide oder das Lycopin in Tomaten mit ihrer antioxidativen Wirkung sein. Bei Ex-Rauchern war der positive Effekt auf die Lungenfunktion am größten.

Quellen:
ScienceDirect "Neighbourhood greenspace and smoking prevalence"
Lungeninformationsdienst "Prävention"

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