Der Bewegungsapparat

Je früher, desto besser

Von Nadine Effert · 2021

Falsche Sitzhaltung, zu wenig Bewegung, Übergewicht – alles Faktoren, die unserem Bewegungs- und Stützapparat das Leben schwer machen. Hinzu kommt der natürliche Alterungsprozess. Umso wichtiger, die Funktionsfähigkeit von Knochen, Muskeln und Co. nicht als selbstverständlich anzusehen.

Eine Frau macht am Strand Sport. Hervorgehoben sind ihre Knochen.
Foto: iStock/Wavebreakmedia

Morgens aufstehen, stundenlanges Sitzen vor dem PC, Stehen oder Ausüben gleicher Arbeitstätigkeiten, abends schnell noch etwas einkaufen gehen, Fernseher an, dann müde ins Bett fallen. Zeit für Bewegung an der frischen Luft oder Sport? Fehlanzeige. Ertappt gefühlt? Über diese Verhaltensweise wenig erfreut ist der Bewegungsapparat, insbesondere der Rücken. 

Vermeidbare Risikofaktoren

Der menschliche Körper ist ein Bewegungsapparat. Was trivial klingt, ist jedoch eine ernst zu nehmende Botschaft. Denn sind die Muskeln nicht trainiert, baut der Körper ab. Wer schon einmal einen Gips getragen hat, kennt das Phänomen beim Blick auf das zuvor eingegipste Körperteil beim Abnehmen. Ein Bewegungsmangel kommt daher einem Ganzkörpergips gleich. Hinzu gesellen sich oftmals eine schlechte Haltung, etwa im Homeoffice, das mehr Home als Office ist, oder durch einseitige Belastungen, die beruflich bedingt sind oder mit bestimmten Sportarten einhergehen, Stichwort Tennisarm. Vorsicht ist geboten, wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten. Nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn unbehandelt besteht die Gefahr, dass die Beschwerden chronisch werden. Daher ist es ratsam, rechtzeitig einen Arzt zu konsultieren. 

Verschleiß des Bewegungsapparats beginnt früh

Fakt ist: Zwar ist der menschliche Bewegungsapparat von Natur aus auf eine „Betriebsdauer“ von 100 Jahren angelegt, allerdings ist er auch anfällig für Erkrankungen und Verletzungen. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates gehören zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen. Dazu zählen auch degenerative, sprich altersbedingte Veränderungen des Stütz- und Bewegungsapparates, wie Arthrose oder Osteoporose. Der normale Alterungsprozess beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr. Die Abnahme der Knochendichte, hormonelle Veränderungen und Veränderungen von Knorpelmasse und Bindegewebe verringern die Belastbarkeit des Bewegungsapparates, machen ihn verletzungsanfälliger. Die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ebenso ab. Durch altersbedingten Muskelabbau gehen allmählich Muskelmasse und Muskelkraft verloren. Je früher wir diesem Prozess entgegenwirken, sei es mit Sport oder einer knochengesunden Ernährung, desto besser.

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