Homeoffice-Rücken

Achtung, Homeoffice-Rücken!

Von Nadine Effert · 2021

Die Coronapandemie scheint vielen Menschen nicht nur auf den Magen, sondern ebenso auf den Rücken zu schlagen. Die Gründe: das Arbeiten im Homeoffice und ein erhöhtes Stresslevel. Gezielte Maßnahmen können helfen.

Ein Mann, der mit schmerzverzogenen Gesicht am Schreibtisch sitzt.
Wer viele Stunden am Schreibtisch sitzt, sollte zwischendurch Dehnübungen machen. Foto: iStock / PeopleImages

Deutschland hat Rücken – und das nicht erst seit gestern. Schon im vergangenen Jahr registrierte unter anderem die DAK eine zunehmende Zahl an Ausfalltagen aufgrund von Rückenbeschwerden: im Vergleich zu 2019 um sieben Prozent. Die Zahlen dürften rapide zunehmen, denn das durch die Pandemie bedingte stundenlange Sitzen am Küchentisch statt an einem ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplatz ist Gift für den Rücken und macht sich laut Studien beim Gros der Deutschen bereits bemerkbar. Es ist sogar schon vom sogenannten Homeoffice-Rücken die Rede.

Ursachen oft harmlos

Wenn uns der Rücken plagt, handelt es sich oft um akute Schmerzen, die zwar unangenehm und lästig sind, aber häufig spontan und ohne Behandlung nach einigen Tagen wieder verschwinden. Meist gibt es dafür keine konkrete Ursache – vielmehr handelt es sich um sogenannte unspezifische Rückenschmerzen. Sie sind oftmals auf Muskelverspannungen zurückzuführen. Diese können beispielsweise durch ungewohnte Bewegungen, einseitige Belastungen, Fehlhaltungen, falsches Sitzen oder auch Stress entstehen und uns das Leben schwer machen. Oder durch die Homeoffice-Arbeit noch schwerer, wie eine Forsa-Umfrage für die Prüfgesellschaft Dekra unter 1.502 Beschäftigten aus dem April 2021 zeigt: Rund jeder dritte Befragte klagt über gesundheitliche Pro­bleme wegen eines mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes. 36 Prozent litten demnach unter Verspannungen, Rücken- oder Kopfschmerzen. Aber auch die Corona-bedingt psychischen Belastungen machen sich am Rücken bemerkbar, vorrangig im Gewand einer verspannten Schulter- und Nackenmuskulatur. 

Rückengesunde Maßnahmen für den Homeoffice-Rücken

Was dagegen tun? Wichtig ist ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz. Neben einem höhenverstellbaren Steh-Sitz-Schreibtisch raten Expert:innen zu einem Bürostuhl, welcher eine permanente Bewegung erlaubt – mit dem Ziel, die Rücken- und Nackenmuskulatur zu stärken. Regelmäßige Pausen sollten idealerweise mit einem Maximum an Bewegung einhergehen. Sport und spezielle Rückenübungen sind die beste Prävention und helfen auch, wenn Verspannungen bereits aufgetreten sind. Wichtig ist es, bei starken oder länger als sechs Wochen anhaltenden Schmerzen ärztlichen Rat zu suchen, um die Wurzel des Übels ausfindig zu machen und eine Chronifizierung der Rückenschmerzen zu vermeiden. 

Weitere Quelle:
ZVK

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