Ambient Assisted Living

Willkommen im Zuhause 4.0

Von Mark Krüger · 2019

Smart City, Smart TV, Smart Home: Die Welt um uns herum wird immer smarter. Längst haben Hersteller Senioren als Zielgruppe entdeckt. Ihr Zuhause gilt es sicherer und komfortabler zu machen. Doch wie stehen die Best Ager dazu? Welche digitalen Geräte und Smart-Home-Lösungen halten sie für sinnvoll?

Haus mit vernetzten Geräten
Smarte Lösungen speziell für Best Ager entwickelt. Foto: iStock/lucadp

Ein Teppich, der Stürze erkennt und einen automatischen Notruf auslöst. Herdplatten, die sich selbst abschalten. Tablettenboxen, die sich melden, wenn es Zeit zur Einnahme von Medikamenten ist. Der Arzt, der via Tablet live ins heimische Wohnzimmer geschaltet wird. Neueste Technologien machen es möglich. 

Ambient Assisted Living: Potenzieller Nutzwert ist groß

Soweit, so gut. Doch sind die Best Ager gewappnet für die Vernetzung und Digitalisierung ihrer eigenen vier Wände? Wirft man einen Blick auf eine von Feierabend.de in 2017 durchgeführte bundesweite Studie, lautet die Antwort: Es scheint so. Denn fast 90 Prozent der Befragten sind der Meinung, gut mit der digitalen Technik zurechtzukommen. Die größte Sorge gilt dem Datenschutz. Aber in diesem Aspekt unterscheiden sich Senioren nicht von Anwendergruppen jüngeren Alters. Neben einer verbesserten Lebensqualität und einer Reduzierung des Betreuungsaufwandes, haben smarte Geräte für Senioren – Stichwort: Ambient Assisted Living – einen weiteren Benefit: „Senioren wissen, dass die Digitalisierung ihnen hilft, länger selbstbestimmt in einer vertrauten Umgebung zu leben: Zuhause 4.0 statt Altersheim“, so der Experte für Seniorenmarketing Alexander Wild von Feierabend.de. 

Safety first

Das Wissen um die Vorteile von digitaler Technik bedingt auch das Interesse daran. Wobei smarte Geräte aus den Bereichen „Unterhaltung“ und „Haushaltshelfer“ hinter denen für „Sicherheit“ hinterherhinken. Hier führt die Top fünf der mobile Notruf an (79 Prozent). Überraschend jedoch: Obwohl fast alle Senioren den mobilen Notruf für sinnvoll erachten, nutzen ihn bisher nur sechs Prozent. Auf Platz zwei befinden sich Bewegungsmelder und die Anwesenheitssimulation, die während eines Urlaubs Licht und Rollläden steuert, um Einbrecher fernzuhalten (jeweils 66 Prozent). Es folgen Alarmanlage (61 Prozent) und Sturzsensoren (57 Prozent). 

Smarter gesund sein

Auch die digitale Unterstützung der Gesundheit ist bei der älteren Generation gefragt. Medizinische Assistenzsysteme stehen laut Studie hoch im Kurs. Vergleichsweise offen gegenüber sind die Best Ager aber auch Smart Wearables, akustischen oder optischen Orientierungshilfen für die Einnahme von Medikamenten und medizinischen Ferndiagnosen. Für Assistenzsysteme zur Vitalüberwachung über Bewegungssensoren interessiert sich nur etwa ein Drittel der Befragten.  

Fazit: Smarte Lösungen für Senioren sind viel mehr als ein simpler Notrufknopf. Sie sorgen für ein besseres und vor allem sichereres Gefühl im Zuhause – und bei den Angehörigen.

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