Ergonomischer Arbeitsplatz

Einfach mal zurücklehnen

Von Mark Krüger · 2016

Fakt ist: Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir im Sitzen. Das ist Gift für unseren Rücken, denn die Skelettmuskulatur muss permanent ihre Haltefunktion ausüben. Die Folge: schmerzhafte Verspannungen. Mit einer rückenfreundlichen Sitzgelegenheit, einem ergonomischen Arbeitsplatz und Haltungsvariationen kann jeder sein Kreuz ganz einfach schonen.

Wer kennt ihn nicht, den mahnenden Spruch von Mutti: „Sitz gerade, sonst bekommst du einen schiefen Rücken“. Wissenschaftlich bewiesen ist diese These nicht, jedoch weiß man, dass permanent aufrechtes Sitzen nicht gut für den Rücken ist, denn in dieser Haltung ist der Druck auf die Bandscheiben am größten. Die gute Nachricht: Nur die wenigsten Büroarbeiter folgen dem gut gemeinten Rat. Laut eines amerikanischen Möbelherstellers gibt es neun typische Sitzhaltungen in Büros, Muttis Empfehlung ist nicht darunter. Jedoch zum Beispiel die „Smart-Lean“-Position, bei der der Körper weit nach hinten gelehnt und ein Bein rechtwinklig über das Knie des anderen geschlagen ist. Oder „The Strunch“: In dieser Haltung ist der Oberkörper nach vorne geneigt, eine Hand stützt den Kopf, die andere hantiert mit der Maus. Doch „typisch“ bedeutet nicht automatisch gesund. 

Einseitige Belastungen vermeiden

Fakt ist: Egal, in welche Kategorie Sitz-Typ man fällt, das lange Verharren in ein und derselben Position ist aufgrund der hohen Belastung für die Gelenke grundsätzlich nicht gut. Wichtiger als eine kerzengerade Haltung, ist definitiv Bewegung und verschiedene Sitzvariationen. Nicht ohne Grund ermöglichen moderne Bürostühle eine dynamische, flexible Anpassung an unsere Bewegungen durch Sitzfläche und Rückenlehne. Sitzbälle oder spezielle Stühle ohne Rückenlehne sind grundsätzlich eine gute Wahl, allerdings strengt das Sitzen auf diesem Mobiliar auf Dauer zu sehr an, sodass es ratsam ist, für einige Zeit wieder auf einen Bürostuhl zu wechseln. 

Arbeitsplatz auf dem Prüfstand

Eine noch so ergonomische Sitzgelegenheit verfehlt ihren Zweck, wenn der Rest des Arbeitsplatzes rückenunfreundlich gestaltet ist. Hier die wichtigsten Tipps: Die Sitzfläche des Stuhls so hoch einstellen, dass die Arme in einem 90-Grad-Winkel auf dem Tisch liegen. Ober- und Unterschenkel bilden idealerweise einen rechten Winkel, die Füße steh flach auf dem Boden. Tastatur und Maus sollten möglichst nah am Körper sein, ein fünf bis zehn Zentimeter Abstand zur Tischkante sind optimal. Monitore haben in der Ecke des Schreibtischs nichts zu suchen, denn das bedingt ein Verdrehen von Kopf und Rücken. Beim Blicken auf den Bildschirm sollten Kopf, Halswirbelsäule und Rücken in neutraler Position sein. Nicht vergessen: Es ist völlig in Ordnung, sich zwischendurch mal „Smart-Lean-mäßig“ zurücklehnen, denn das entlastet die Bandscheiben und beansprucht andere Muskelgruppen. 

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