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Sturzsensor

„KI leistet schnelle Hilfe in Notsituationen“

Von Patronusense Inferics GmbH · 2020

Mit dem PatronuSens hat Inferics einen Sturzsensor geschaffen, der Notfälle eigenständig erkennt und einen Alarm absetzt. Norbert Link, Geschäftsführer von Inferics und Professor für Technische Informatik und Automatisierung an der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik (IWI) der Hochschule Karlsruhe, erklärt, wie das Gerät Senioren zu mehr Eigenständigkeit verhilft.

Wie funktioniert der PatronuSens?

Der PatronuSens ist ein Sturzsensor, in den eine Künstliche Intelligenz, kurz KI, eingebettet ist. Er wird an der Zimmerdecke angebracht und erkennt, wenn Personen reglos am Boden liegen und sich nicht wieder aufrichten. In diesem Fall sendet er automatisiert einen Notruf, entweder an den Hausnotrufdienst oder an die Smartphone-App von Angehörigen. Dank der 3-D-Technologie unterscheidet er zwischen Fußboden und Bett beziehungsweise Sofa – und so zwischen Notfall und bewusst eingelegter Ruhepause.

Dann dürfen sich Nutzer also nicht mehr auf den Boden legen?

Natürlich dürfen sie das. Der PatronuSens wird über virtuelle Schalter gesteuert. Dazu werden an beliebigen Punkten in der Wohnung, zum Beispiel an einer Wand nahe der Stelle, an der sich jemand gern für Entspannungsübungen hinlegt, Befehle definiert. Berührt die Person dann diese Stelle, geht das Gerät in den Pausenmodus.

Wird dieser Schalter nicht berührt, geht der Alarm raus.

Nicht sofort. Zuvor gibt es einen Voralarm mit Lichtsignal und Piepton. Wird der nicht deaktiviert, indem die Person wieder aufsteht, geht der Ruf raus. So leistet die KI schnelle Hilfe in Notsituationen. Ältere Menschen können länger in den eigenen vier Wänden bleiben, ohne sich sorgen zu müssen, dass im Notfall niemand kommt.

Das Gerät ist also für Privathaushalte gedacht?

Nicht nur. Es kann auch in Pflegeheimen zum Einsatz kommen. Auch wenn dort regelmäßig das Wohlergehen der Bewohner kontrolliert wird, erkennt PatronuSens eine Notsituation unmittelbar und verkürzt damit die Zeit bis zur Hilfeleistung. Dort erfüllt er aber auch eine andere Funktion: Er sichert die Privatsphäre der Bewohner. Denn nicht jeder mag es, wenn Pflegekräfte regelmäßig ins Zimmer schauen, vor allem nachts. Mit dem PatronuSens müssen Pflegekräfte nicht mehr ständig kontrollieren, ob es dem Bewohner gut geht. Sie können sich ohne schlechtes Gewissen auf andere Aufgaben konzentrieren, sind aber im Notfall trotzdem sofort zur Stelle.

Stürze werden damit aber nicht vermieden.

Wir arbeiten gerade an einer Erweiterung, mit der das Gerät erkennt, wenn besonders sturzgefährdete Personen versuchen, aufzustehen. Das ist nicht nur für Pflegeheime, sondern auch für Krankenhäuser von Bedeutung. Denn oftmals wollen Patienten nach einer OP das Bett alleine verlassen, sind dazu aber gar nicht in der Lage.

Kann man den PatronuSens schon kaufen?

Bisher gibt es nur einige Testgeräte, die in verschiedenen Einrichtungen verbaut sind. Wir wollten eigentlich in diesem Frühjahr mit der ersten kleinen Produktserie starten. Das verzögert sich aufgrund der aktuellen Lage allerdings – wahrscheinlich bekommen wir im Sommer die bestellten Komponenten. Zudem suchen wir nach Einrichtungen, die gleich eine größere Stückzahl bestellen. Das würde die Stückkosten senken und den PatronuSens auch für Privathaushalte günstiger machen.

Kontakt

Patronusense Inferics GmbH
Benzstraße 3
76185 Karlsruhe
E-Mail: info@inferics.com
Web: www.patronusens.de

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