Kniegelenk

Wenn jeder Schritt zur Qual wird

Von Tobias Lemser · 2017

Wie kein zweites Gelenk sind unsere Knie dauerhaften und teils extremen Belastungen ausgesetzt. Nicht selten kann dies im Laufe der Jahre zu erheblichen Schmerzen führen. Häufigste Diagnose: Arthrose. Was kann man dagegen tun und was hilft, wenn sämtliche Therapien an ihre Grenzen stoßen?

Detailansicht: Jogger fässt sich an sein Knie.

Ob beim Spazierengehen, Radfahren oder Sitzen: Keine Bewegung der Beine, bei der unsere Kniegelenke nicht beteiligt sind. Doch unsere Knie können noch mehr außer strecken oder anwinkeln: Dank ihrer Knochen, Bänder und Knorpel sorgen sie für Stabilität und federn zudem immense Gewichte ab – sei es beim Joggen oder Springen. Was kaum einer weiß: Beim Treppensteigen lastet mehr als das Dreifache des eigenen Körpergewichts auf dem Kniegelenk. 

Das hält kein Knie(-gelenk) aus

Da unser größtes und komplexestes Gelenk die höchsten Anforderungen des gesamten Bewegungsapparates erfüllen muss, zeigt es oft als Erstes Verschleißerscheinungen. Beispiel Kniearthrose, unter der fast die Hälfte aller Arthrose-Patienten leidet. Auslöser ist zumeist eine Verletzung oder Überlastung. Zudem können überflüssige Pfunde und Gelenkentzündungen ursächlich sein. Typische Anzeichen einer Kniearthrose sind Schmerzen beim Treppensteigen, ein sogenannter Anlaufschmerz sowie knirschende Geräusche in der Bewegung. Fakt ist: Je früher Betroffene mit der Therapie beginnen, desto aussichtsreicher ist sie. Deshalb ist es wichtig, erste Warnsignale orthopädisch abklären zu lassen. Zwar ist es nicht möglich, den Abbau des Knorpelgewebes rückgängig zu machen oder aufzuhalten, verlangsamen lässt er sich schon. 

Operation als letzter Trumpf

Wie das geht? Effektiv sind regelmäßige Bewegung und gelenkfreundlicher Sport, wie Schwimmen oder Fahrradfahren. Gleichzeitig haben sich neben der Behandlung mit Hyaluronsäure die Elektro- und Ergotherapie sowie die Physikalische Therapie bewährt. Schlagen alle Versuche fehl, die Schmerzen zu lindern, hilft oft nur ein künstliches Kniegelenk. Die gute Nachricht: Da sich sowohl Operationsmethoden als auch die Implantate entscheidend verbessert haben, sind die Erfolgsaussichten inzwischen vielversprechend. Nach Krankenhausaufenthalt und mehrwöchiger Reha finden die Patienten heute schnell wieder zu ihrer gewohnten Mobilität zurück.

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