Stress

Wenn die Gelassenheit verloren geht

Von Tobias Lemser · 2016

Schlafstörungen können ein Hinweis auf zu viel Stress sein. Gelingt es nicht, den Druck aus dem Alltag zu nehmen, drohen Erkrankungen wie Burnout oder Tinnitus. Doch wie erkennt man eigentlich, dass man sich bereits im Stress-Hamsterrad befindet? Und mit welchen sanften Helfern aus der Apotheke können typische Stresssymptome wieder verscheucht werden?

Diesen Satz hört man heutzutage immer öfters: „Keine Zeit, ich bin im Stress“. Sei es von der Dreifach-Mutter, die Familienleben und Haushalt unter einen Hut bekommen muss, dem Manager, der von Termin zu Termin eilt, oder der BWL-Studentin, die mal wieder vor einem Klausur-Marathon steht. Laut der Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse fühlen sich sechs von zehn Menschen in Deutschland gestresst – unabhängig davon, ob beruflich oder privat bedingt. Ein knappes Viertel gab sogar an, häufig auf dem Zahnfleisch zu laufen. Nach dem Motto „Augen zu und durch“ schaffen es zwar die meisten, ihre Aufgaben zu bewältigen, allerdings oft nur auf Kosten der Freizeit – und der Gesundheit.

Körperliche und seelische Folgen

Fakt ist: Mit Stress kann unser Körper kurzzeitig gut umgehen. Wer sich jedoch längerfristig in einer sogenannten Distresssituation befindet, bei dem tauchen typische Symptome auf, wie Magen- und Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder gar ein Tinnitus. Denn Stress kann uns auch auf die Ohren schlagen. Hier droht ein gefährlicher Teufelskreis: Durch das permanente Geräusch im Ohr verstärkt sich die Stresswirkung, was Schlaf und Entspannung wiederum erschwert und somit neuem Stress freien Lauf lässt. Am Ende der Stressspirale wartet das gefürchtete Burnout- Syndrom. Damit es nicht soweit kommt, bleibt nur eins: frühzeitig die Reißleine ziehen! Ein Patentrezept zur Stressreduktion gibt es allerdings nicht.

Stress lässt sich messen

Eine Anlaufstelle kann die Apotheke sein. Der Apotheker berät nicht nur, er kann sogar auf Wunsch den Stresspegel seiner Kundschaft analysieren. Dafür gibt es verschiedene Tests, mit denen zum Beispiel ein Stressprofil angelegt wird. Dazu wird das Stresshormon Cortisol im Speichel bestimmt. Homöopathische Präparate helfen beim Runterkommen und „Entstressen“. Ebenso wohltuend kann ein Stress- und Nerventee sein. Solche Tees enthalten Pflanzen wie Melisse, Lavendel oder Baldrian, denen eine beruhigende und ausgleichende Wirkung nachgesagt wird. Ist die Batterie nach zwei Wochen immer noch leer, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Ziel einer etwaigen Psychotherapie ist, durch Gespräche oder kognitive Verfahren Störungen des Denkens, Handelns und Erlebens zu identifizieren und zu therapieren. Alternativ dazu bieten Psychosomatische Kliniken umfassende Angebote, um zur Gelassenheit im Alltag zurückzufinden.

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