Migräne

Die Angst vor der nächsten Attacke

Von Svenja Ruciman · 2018

Übelkeit, Erbrechen und ein unerträgliches Hämmern im Kopf: Migräne kann für die Millionen Betroffenen eine enorme Belastung bedeuteten. Besonders wichtig für Patienten mit dieser neurologischen Störung sind gut verträgliche Medikamente – sowohl für die akute, als auch für die vorbeugende Behandlung.

Frau liegt mit Migräne auf dem Sofa

Die Schmerzen kommen häufig unerwartet, die Angst vor der nächsten Attacke ist ein ständiger Begleiter, und im schlimmsten Fall kann die Erkrankung sogar chronisch werden – kurz: Migräne ist für die Betroffenen eine echte Qual. Etwa sieben Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen leiden unter den Attacken, die besonders häufig zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auftreten. Typisch für Migräne sind pulsierende Kopfschmerzen, die meist nur eine Kopfseite sowie die Stirn, Augen und Schläfen betreffen und sich bei Bewegung verstärken. Weil die Schmerzen von Symptomen wie Appetitlosigkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit bis hin zum Erbrechen begleitet werden, kann Migräne das Leben der Betroffenen stark einschränken.

Migräne: Vielfältige Auslöser

Die genaue Ursache der Attacken ist trotz intensiver Forschung noch nicht bekannt. Offenbar werden Nervennetze durch Stress überreizt und lösen einen Vorgang aus, den man neuro-vaskuläre Entzündung nennt. Die Trigger dafür unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Besonders Stress und Schlafmangel sind ein wichtiger Faktor, aber auch das Auslassen von Mahlzeiten, bestimmte Wetterlagen oder Reizüberflutungen. Auch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, beispielsweise Rotwein, können Migräne auslösen. Normalerweise tritt Migräne dabei in einzelnen Episoden auf. Geht aber eine Attacke nahezu ohne Pause in die nächste über, spricht man von einer chronischen Migräne. 

Den Attacken vorbeugen

Bei der Behandlung wird zwischen der Akuttherapie, also der Linderung einer Attacke, und der vorbeugenden Therapie unterschieden. Bei der Akuttherapie kommen häufig Schmerzmittel zum Einsatz, die mit Medikamenten gegen Übelkeit kombiniert werden können. Bei heftigen Attacken empfehlen sich mi­gränespezifische Medikamente, die die neurovaskuläre Entzündung bekämpfen. Die vorbeugende Therapie hingegen soll die Häufigkeit der Attacken reduzieren und die Intensität der Kopfschmerzen lindern. Ganz neu ist in diesem Zusammenhang ein jüngst von der EU zugelassenes Medikament mit einem Antikörper als Wirkstoff, das die Anzahl der Migränetage reduzieren kann. Es soll vor allem bei Patienten zum Einsatz kommen, bei denen die Prophylaxe bislang keine Wirkung gezeigt hat. Wichtig ist aber auch, dass die Betroffenen achtsam mit ihrer Erkrankung umgehen. Ein Migräne-Tagebuch kann helfen, die Auslöser zu identifizieren. Zudem ist die medikamentöse Prophylaxe bei häufigen Attacken besonders effektiv, wenn sie mit nichtmedikamentösen Therapien wie Ausdauersport, Entspannungsübungen oder Akupunktur kombiniert wird.

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