Alterskrankheiten

Aktiv gesund bleiben

Von Sarah Schroth · 2017

Unsere Gesellschaft wird immer älter, und der demografische Wandel bedingt, dass Alterskrankheiten zunehmen. Zwar ist Alter nicht automatisch gleichzusetzen mit Krankheit, aber das Risiko ernsthaft und chronisch zu erkranken, steigt deutlich an. Um sich möglichst lange bester Gesundheit zu erfreuen, heißt es: rechtzeitig gegensteuern.

In den 80er-Jahren thematisierte die Band Alphaville in ihrem weltberühmten Hit „Forever Young“ den Wunsch nach ewiger Jugend. Aber auch Forscher und Mediziner weltweit beschäftigen sich mit der Frage, ob der natürliche Alterungsprozess aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann. Physiologische Alterungsprozesse führen zu Verkalkungen der Gefäße, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle in die Höhe schnellen lässt. Bei Männern steigt das Risiko für eine Erkrankung der Herzgefäße bereits ab dem 35. Lebensjahr kontinuierlich an; bei Frauen ab etwa 45 Jahren. Ähnlich sieht es bei Diabetes mellitus aus. Mehr als der Hälfte aller Diabetiker haben das 65. Lebensjahr überschritten. 

Der Körper vergisst nie

Ob und wie weit wir durch unser Verhalten den körperlichen Alterungsprozess entschleunigen können, ist nicht vollständig geklärt. Jedoch wissen wir, dass Bewegungsmangel, Übergewicht, fettreiche Ernährung und Rauchen unseren Knochen, Gefäßen und diversen Körpergeweben schadet. Über die Spanne der Lebenszeit hinweg kumulieren sich die Risikofaktoren und fördern die Entstehung typischer Altersbeschwerden wie Arthrose, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen. Ein gesunder Lebensstil ist somit das A und O, um möglichst lange gesund zu bleiben. 

Umfrage zu Beschwerden nach Alter in Deutschland, Quelle: TK, 2016

Tabletten gegen das Alter?

Doch die Forschung will natürlich einen Schritt weiter gehen und auf scheinbar unbeeinflussbare Abbauprozesse des Körpers einwirken. Erste Ergebnisse konnten bisher in Tierexperimenten belegt werden. Beispielsweise zeigt der Rotweinextrakt Reseveratol bei Mäusen eine lebensverlängernde Wirkung. Beim Menschen wurde unter anderem ein positiver Einfluss auf die Verkalkung von Herzgefäßen nachgewiesen. Die sogenannte TAME-Studie beschäftigt sich hingegen mit einem Diabetesmedikament, das bei Patienten allem Anschein nach eine lebensverlängernde „Nebenwirkung“ hat und vor Krebserkrankungen schützt. Nun wird erforscht, inwieweit sich dieser Effekt auch auf Menschen ohne Diabetes übertragen lässt.

Fazit: Bis eine Wunderpille für „ewiges Leben“ entdeckt wird, liegt der Schwerpunkt der medizinischen Forschung aber zum Glück weiterhin in der Erkennung, Behandlung und Prävention von Alterserkrankungen. Somit dürfen wir vielleicht in den nächsten Jahren nicht auf eine ewige Jugend, aber zumindest auf weitere wichtige Fortschritte im Erreichen einer guten Gesundheit im letzten Abschnitt des Lebens hoffen.

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